Arno Fuchs Schule

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Förderung der Entscheidungsfähigkeit im Bereich Berufsvorbereitung

Im Rahmen der Berufsvorbereitung gibt es zwei Schwerpunkte der Entscheidungsfindung: die Entscheidung für eine Werkstatt im Rahmen des Werkstattunterrichts der Abschlussstufe und die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Entscheidung für einen Arbeitsplatz nach Abschluss der Schule. Bei der Erarbeitung der dazu nötigen Hilfsmittel haben die Kolleginnen und Kollegen der Abschlussstufe eng mit der Beratungsstelle für unterstützte Kommunikation zusammengearbeitet.

Innerhalb des Werkstattunterrichts entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler in jedem Halbjahr für einen neuen Werkstattbereich. Dafür erhält jeder einen Werkstatt-Wahlzettel, auf dem Wünsche markiert werden können und schon absolvierte Werkstattbereiche gekennzeichnet werden.

Werkstatt-Wahlzettel

 

Die Schülerinnen und Schüler können zum Halbjahresende Erst- und Zweitwunsch für das kommende Schulhalbjahr äußern. Von den Werkstattleitern werden diese Wünsche dann in die Verteilung koordiniert. Dabei haben die Wünsche der ältesten Schülerinnen und Schüler Vorrang, da ihre Auswahl durch die schon besuchten Werkstätten eingeschränkt ist.

Im zweiten Schulhalbjahr gibt es außerdem einen Tag der offenen Werkstatttür, an dem die Schülerinnen und Schüler und die Teams der Oberstufenklassen eingeladen sind, die Werkstattarbeit kennen zu lernen. Die Werkstätten können besichtigt werden und für diejenigen, die im kommenden Schuljahr in die Abschlusssstufe wechseln, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, in einer Werkstatt ihrer Wahl eine "Schnupperstunde" zu absolvieren.

Einladung zum Tag der offenen Werkstatttür

Bei bis zu sechs verschiedenen absolvierten Schulwerkstätten brauchen die Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei der Reflektion ihrer Erfahrungen, um eigene Wünsche für ihren späteren Arbeitsplatz formulieren zu können. Das im Rahmen des Comenius-Projektes "Es ist meine Entscheidung!" entwickelte Werkstattbuch bietet diese individuelle Untestützung. Seit dem Schuljahr 2006/07 erhält jede Schülerin und jeder Schüler am Ende jedes Halbjahres einen individuellen Bericht, der durch Fotos und kurze Erläuterungstexte sowohl für die Schüler als auch für Bezugspersonen lesbar ist. Er enthält Angaben zu den erledigten Arbeiten, benutzten Geräten und ggf. benötigten Hilfestellungen und beschreibt die entstandenen Produkte. Darüber hinaus gibt es eine bewertende Kategorie "Das war gut / das war nicht so gut". Die Werkstattberichte werden im Werkstattbuch gesammelt, das darüber hinaus auch praktikumsrelevante Informationen über die Schülerin oder den Schüler enthält. Es soll sowohl bei Schülerpraktika als auch in der Entscheidungsfindung über den späteren Arbeitsplatz in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter als Grundlage des Gesprächs dienen.

Auszug Werkstattbericht